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Evensong – Der Norwich Cathedral Choir & vox animata

Samstag von 21:00 bis 22:30, Mariä Himmelfahrt Sallern, Regensburg

Der Norwich Cathedral Choir unter der Leitung von Ashley Grote macht auf seiner Tournee durch die Oberpfalz Station in der Sallerner Kirche Maria Himmelfahrt. Evensong – eine Abendmusik bei Kerzenschein mit hochrangigen Chorwerken von Tallis, Byrd, Bach, Händel, Haydn, Tippett, Gjeilo und Rutter. Mit dabei der Kammerchor vox animata unter der Leitung von Robert Göstl. Eine feierliche und stimmungsvolle Stunde feinster Chormusik!

Kartenvorverkauf:
Touristeninformation Altes Rathaus
Pfarramt Sallern
Eintritt: 18 Euro / 15 Euro ermäßigt

https://www.facebook.com/events/2299095413696414/

Kreuz und Leid Konzert

Kreuz und Leid – Konzert in Speyer und Montabaur

Kreuz und Leid Konzert

Samstag 17.3.2018 | 18:00 Uhr
Dom zu Speyer

Sonntag 18.3.2018 | 16:00 Uhr
St. Peter Montabaur

Schütz: Matthäuspassion
Passionsmotetten von Friemel, Kaltenecker, Ingegneri, Lotti, Schmid


Sie gilt als die farbigste und lebendigste der Passionen von Heinrich Schütz: die Matthäuspassion. Diese Lebendigkeit findet nicht zuletzt in den lebhaften Chören statt, die bereits ahnen lassen, was Bach später in den Turbachören alles an Emotion ausleben lässt. Mit  Martin Steffan (Speyer und Montabaur) konnten wir einen herausragenden Evangelisten für dieses Projekt gewinnen – in Speyer und Montabaur tritt an die Seite des Erzählers der wunderbare Michael Marz als Jesus. Alle anderen Soliloquenten übernehmen Chormitglieder – eine besondere und schöne Aufgabe.

Eingerahmt wird die Passion von Motetten der Regensburger Komponisten Gertraud Kaltenecker, Karl Norbert Schmid und Georg Friemel. Letzterer hat eine Textgrundlage von Antoine de Saint-Exupéry gewählt und die zeitlose Frage „Warum…?“ auf das Leiden nicht nur Jesu hin gedeutet. Berühmte Kompositionen von Ingegneri (Tenebrae factae sunt) und Lotti (Crucifixus) bilden dann den Abschluss dieser sicher eindrucksvollen guten Stunde des musikalischen Nachdenkens über LEIDEN UND KREUZ.

Kreuz und Leid Konzert

Kreuz und Leid – Konzert in Waldetzenberg

Sonntag 11.3.2018 | 16:00 Uhr
St. Markus Waldetzenberg

Heinrich Schütz: Matthäuspassion / Passionsmotetten von Friemel, Kaltenecker, Ingegneri, Lotti, Schmid

Gerhard Hölzle, Evangelist / Chorsolisten / vox animata
Leitung: Robert Göstl

Eintritt frei – großzügige Spenden herzlich erbeten


Sie gilt als die farbigste und lebendigste der Passionen von Heinrich Schütz: die Matthäuspassion. Diese Lebendigkeit findet nicht zuletzt in den lebhaften Chören statt, die bereits ahnen lassen, was Bach später in den Turbachören alles an Emotion ausleben lässt. Mit Gerhard Hölzle (Waldetzenberg) und Martin Steffan (Speyer und Montabaur) konnten wir zwei herausragende Evangelisten für dieses Projekt gewinnen – in Speyer und Montabaur tritt an die Seite des Erzählers der wunderbare Michael Marz als Jesus. Alle anderen Soliloquenten übernehmen Chormitglieder – eine besondere und schöne Aufgabe.

Eingerahmt wird die Passion von Motetten der Regensburger Komponisten Gertraud Kaltenecker, Karl Norbert Schmid und Georg Friemel. Letzterer hat eine Textgrundlage von Antoine de Saint-Exupéry gewählt und die zeitlose Frage „Warum…?“ auf das Leiden nicht nur Jesu hin gedeutet. Berühmte Kompositionen von Ingegneri (Tenebrae factae sunt) und Lotti (Crucifixus) bilden dann den Abschluss dieser sicher eindrucksvollen guten Stunde des musikalischen Nachdenkens über LEIDEN UND KREUZ.

 

Wunder Weihnacht

Wunder Weihnacht – Konzert

Am Samstag 6. Januar 2018 beschließen wir mit diesem Konzert um 15:00 Uhr in der Kirche St. Markus in Waldetzenberg nicht nur die Weihnachtszeit, sondern auch unsere CD-Aufnahme 2018. Wunderbare Werke von Hugo Distler, Max Reger, Tomas Ludovico da Vittoria, Francis Poulenc, Morten Lauridsen und Eric Withacre entführen ein letztes Mal in die Stimmung des “Wunder Weihnacht”.

Herzliche Einladung!

Eintritt frei, großzügige Spenden zur Deckung der Unkosten und der Produktionskosten herzlich erbeten!

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vox animata goes startnext!

Wir freuen uns verkünden zu können, dass eine weitere CD-Aufnahme geplant ist!

Distlers Weihnachtsgeschichte und andere wunderschöne Stücke zur Adventszeit warten darauf von uns eingesungen zu werden.
Um diese herrliche Musik auf Tonträger zu bannen zu können, brauchen wir ihre Hilfe.

Unterstützen Sie unser Crowdfunding Projekt, das es uns ermöglichen kann eine hochwertige CD aufzunehmen. 

Es ist ganz einfach!

  1. Besuchen Sie die Plattform www.startnext.com/vox-animata
  2. Klicken Sie auf den grünen Button “Projekt unterstützen”
  3. Scrollen Sie durch unsere Dankeschöns und geben Sie ihren Wunschbetrag an – klicken Sie dann auf “Auswählen”
  4. Nun können Sie Ihre Daten angeben und auswählen, wie Sie das Geld übermitteln möchten.
    WICHTIG: Der angegebene Betrag wird nur dann abgebucht, wenn die gewünschte Gesamtsumme zustande kommt. Wird die Endsumme nicht erreicht, passiert auf ihrem Konto gar nichts. Sie brauchen also keine Sorge haben, dass Ihr Geld “verschwindet”.
  5. Vielen Dank für Ihre Hilfe!



 

vox animata 2017 beim Abschlusskonzert der "Sommersprossen" in Rottweil

“Im Anfang” ist zu Ende

Was besetzungstechnisch durch einige Erkrankungen höchst nervenaufreibend begann, entwickelte sich zu einem wunderbaren und höchst erfolgreichen Projekt: Bachs Chaconne in einer Fassung mit Choralzitaten und Günther Bialas’ “Im Anfang”. Der unten und über den Link nachzulesenden Rezension des Schwarzwälder Boten sind hinzuzufügen:

  • Die Namen unserer drei hervorragenden Sopran-Solistinnen: Marina Szudra – Monika Tschuschke – Beatrice Greisinger. Herzlichen Dank und größtes Kompliment!
  • Die Namen unserer Instrumentalsolisten in Heidenheim an der Brenz: Jeanne Vogt (Violine) und Jan Martin Chrost (Orgel). Letzterer war auch ein liebevoll sorgender und perfekt organisierter Gastgeber, beide boten Musik vom Feinsten!
  • Der Dank für die Einladung nach Rottweil zum Jubiläumsjahrgang der “Sommersprossen – Ingo Goritzki leistet dort seit 50 Jahren Phantastisches und hat uns zugetraut, diesem Jahrgang die Krone aufzusetzen – wir ziehen den Hut und danken von Herzen!
  • Die perfekte Organisation und so ungemein liebevolle Betreuung in Rottweil durch Jutta Schwab! Liebe Jutta, es ist gut, ein Chorprojekt professionell betreut zu wissen – noch besser ist es, zu wissen, dass da eine Freundin ist, die hilft und ermöglicht, wo und wie immer sie kann!

Nun aber hat der Schwarzwälder Bote das Wort und wir spinnen neue Gedanken und Projekte!

Foto: Schwarzwälder Bote

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-grosse-werke-kroenen-den-abschluss.3ce0fb7d-c476-4823-8cc9-41e2c0a19184.html

Schwarzwälder Bote – 17.7.2017

Große Werke krönten den Abschluss des Jubiläums zum 50-jährigen Bestehen des Klassikfestivals Sommersprossen: Johann Sebastian Bachs berühmte Chaconne aus der Partita d-Moll und das Oratorium “Im Anfang”, die Schöpfungsgeschichte von Günter Bialas in der Übertragung durch Martin Buber.

Rottweil (hf). Die Chaconne von Bach wurde in einer Bearbeitung für Violine solo und Chorstimmen aufgeführt. Das verdeutlicht den Entstehungshintergrund, den die Musikwissenschaftlerin Helga Thoene nachgewiesen hat. In der Chaconne hatte Bach Choralzitate um Tod und Auferstehung verborgen, in denen er seinen Schmerz um den plötzlichen, frühen Tod seiner Frau verarbeitet hat. Die Chaconne als fünften Satz an seine zweite Partita angehängt gelte als “die Krönung einer Partita in Form einer Chaconne”, wie der Solist Kolja Lessing einführte.

Zu Beginn sang der Kammerchor “vox animata” unter der Leitung von Robert Göstl die in der Chaconne enthaltenen Choralsätze. In zurückgenommenem Duktus trugen die Chorsänger die sich um Tod und Erlösung kreisenden Choräle vor, ehe die Chaconne in der bearbeiteten Fassung mit Kolja Lessing (Violine solo) mit Rebecca Schmitt (Sopran), Jonathan Wahl (Altus), Simon Fendler (Tenor) und Wolfgang Staudinger (Bariton) zur Aufführung kam. Der volle Klang von Lessings Violine füllte den Kirchenraum aus. Die zitierenden Solostimmen folgten ihr zurückhaltend, den Verlust beklagend. In Crescendi umsang die Sopranstimme äußerst zart die sich in jubilierende Höhen spielende Geige. Die hochempfindliche Intonation zwischen Rezitierenden und Violine konnte nach dem Taktvorhalt der Geige ausgeglichen werden.

Zwischen den Choralzitaten brachte Kolja Lessing den unerschöpflichen Reichtum dieser von Bach geschaffenen Chaconne zum Ausdruck: Sein Spiel in singende Höhen, mit raschesten Läufen und weichen Arpeggio-Griffen erschien wie eine tiefe menschliche Wendung nach Innen. Lessing vermochte diesen “unglaublichen Kosmos” – wie er eingangs Brahms zitierte – berührender und kunstvoller zum Klingen bringen.

 

Verkündigung der Orgel

Zu einem geschlossenen, intonationssicheren Klangkörper wuchs der Gesamtchor in dem großen Werk “Im Anfang” für sechstimmigen gemischten Chor, drei Echostimmen und Orgelmeditationen auf. Günter Bialas hatte die Schöpfungsgeschichte 1961 geschaffen und darin die “Neuigkeit und Kraft der Sprache” von Martin Bubers Übersetzung in den Vordergrund gestellt. Neben dem Chor unterstrichen sieben Orgelmeditationen (Sebastian Küchler-Blessing) die “Verkündigung” der Schöpfungstage. An den Geschehnissen der einzelnen Schöpfungstage orientiert interpretierte der Chor in feingezogen langen Linien den Beginn des Schöpfungswerks. In höchster Stimmlage – noch übertönt in großer Klarheit vom ersten Sopran der drei Echostimmen – wurde die Entstehung des Lichtes am ersten Tag vorgetragen. Die sensiblen disharmonischen Stimmdiskrepanzen wurden von allen Sängern in klarsten Harmonieeinheiten aufgelöst. In den jeweils vor den sieben Tagen eingefügten Orgelmeditationen reflektierte Sebastian Küchler-Blessing die Schöpfungstaten mit hoher Präsenz und vielfältiger Registrierung der Orgel. Endete der erste Tag mit dumpfen Bässen und hell stakkati aufblitzenden Obertönen noch in einem langgezogenen Einzelton, wurden die folgenden Tage immer klangvoller zur Versinnbildlichung der Schöpfungsvielfalt.

Bialas verwendet in seinem Werk eine ausgesprochen hohe, monophone Tonlage. Das war seiner Absicht geschuldet, das Wort, die Sprache Bubers zu realisieren. Diesem Ansinnen entsprach der Chor: In großer Konzentration und Stimmensicherheit entwarf er unter der einfühlenden Leitung von Robert Göstl die sieben Schöpfungstage wie ein dichtestes Klangkonvolut in den Raum der Predigerkirche.

Ein tief beeindruckender “Anfang” ließ so – symbolisch verstanden – das Schöpfungswerk zum Jubiläum des Klassikfestivals Sommersprossen ganz im Sinne seines Indendanten Ingo Goritzki zu einem neuen “Aufbruch” wachsen.

 

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“AUFBRUCH” mit B. und B.

Wunderbare Tage und wunderbare Konzerte waren das im Juli 2016 in Rottweil! Und die Resonanz auf unsere zwei sehr unterschiedlichen Programme mit Bach und Reger im Kirchenraum sowie Chormusik um Rilke (Hindemith, Lauridsen) im kammermusikalischen Rahmen war hervorragend. Eine zweite Einladung zum Festival “SOMMERSPROSSEN” folgte sofort und so sind wir 2017 wieder in dieser wunderschönen Stadt zu Gast.

Diesmal ein Konzert. Ein sehr besonderes mit sehr besonderen Werken.

Von Johann Sebastian Bach erklingt die berühmte Chaconne aus der d-moll-Partita – allerdings ergänzt um die von Helga Thoene in diesem Werk ausfindig gemachten Choralzitate. Eine absolut faszinierende Adaption, die wir mit dem großartigen Kolja Lessing musizieren dürfen!

Und dann Günter Bialas mit der Schöpfungsgeschichte nach Martin Buber: “Im Anfang”. Als Partner steht uns hier Sebastian Küchler-Blessing zur Seite, der die sieben Meditationen zwischen den Chorwerken an der Orgel der Predigerkirche interpretieren wird.

Sonntag, 16.7.2017, 19:00 Uhr – Predigerkirche Rottweil

Vorbereiten werden wir all das in Heidenheim, wo in St. Maria am Sonntag dem 9.7.2017 um 16:00 Uhr weite Teile des Programmes zu hören sein werden.

Herzliche Einladung zu beiden Konzerten!

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Endlich frei: eine wunderschöne Erinnerung an unsere China-Tour!

Die Komponistin hat sich Zeit gelassen – nun aber haben wir als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk ihre Freigabe für eines der wunderschönen Videos aus der Werkstatt von Anna Wende bekommen. Gerade dieses Stück weckt süße Jasmin-Erinnerungen an das Land des Lächelns und – wie im Video zu sehen – an unsere schönen Education-Begegnungen im Reich der Mitte und hierzulande.

Hier der Link – mit Empfehlung auch unserer anderen Youtube-Videos:

https://youtu.be/eNi2vq5TV2g

vox Konzert

Martin Luther 2017 – sein Marienlob 2016

Das Konzert am 16.10.2016 in Niedermünster Regensburg war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Ein Schwerpunkt waren die in Zwölftontechnik komponierten Werke von Eberhard Kraus, über Jahrzehnte Domorganist in Regensburg. In sehr persönlichen Worten sowohl im Programmheft als auch im Konzert betonte Robert Göstl, wie viel er seinem ehemaligen Lehrer verdankt und wie sehr im deshalb diese späten (Ur-)Aufführungen des 2003 verstorbenen Komponisten bedeuten.

Da 2017 Martin Luther und die Reformation im Mittelpunkt stehen werden, ist der wunderbare Luther-Text “Marienlob” ein schöner Impuls zu diesem Wochenende: es endet das alte Kirchenjahr, das nächste beginnt und somit auch das Jubiläumsjahr der Reformation. Wir singen dazu unter diesem Link – das Video künstlerisch wunderbar gestaltet von Anna Wende – die Vertonung von Eberhard Kraus:




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Nächstes Konzert: In memoriam Max Reger und Eberhard Kraus

Zwei große Oberpfälzer gilt es zu ehren. Am Sonntag, 16. Oktober 2016 um 16:00 Uhr werden in Regensburg in der Niedermünsterkirche auf Einladung des Collegium musicum Regensburg geistliche Chorwerke dieser beiden Komponisten zu Gehör bringen – drei davon sogar als Uraufführungen.

Max Reger ist mit der jugendlich-überschwänglichen Ostermotette “Lasset uns den Herren preisen” sowie mit den “Acht geistlichen Gesängen” op. 138 vertreten. Wir freuen uns darauf, diese nach dem großen Erfolg beim Festival in Rottweil noch einmal präsentieren zu können.

Zu Eberhard Kraus hat unser Chorleiter Robert Göstl eine sehr starke Beziehung. Kraus war sein Orgellehrer und Mentor während seiner Regensburger Studienjahre und hat ihn besonders auch für neue Musik begeistert.  “Martin Luthers Marienlob” haben wir bereits 2015 in Köln gesungen, dazu kommen jetzt die (gehör)technisch höchst anspruchsvollen “Vier Marianischen Antiphonen”, von denen wir drei zur Uraufführung bringen dürfen.

Herzliche Einladung nach Regensburg!

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Samstag 2. Juli 2016: Deutschland im Viertelfinale – wir in Rottweil!

Glück muss der Mensch haben (und vorausschauende Partner als Veranstalter)!2016-06-27 09.54.03-2

Die deutsche Nationalmannschaft spielt am kommenden Samstag um 21:00 Uhr in Toulouse gegen Italien oder Spanien. Wir haben davor um 18:00 Uhr eines der Highlights unserer diesjährigen Vorhaben im Kalender stehen: unser erstes Konzert im Rahmen des Sommersprossen-Festivals in Rottweil. Hier das genaue Programm:

 

 

Konzert 7, Sa 02.07.2016, 18.00 Uhr, Predigerkirche2016-06-20 16.45.12

  • Johann Sebastian Bach,  Motette „Fürchte dich nicht“ BWV 228
  • Motette „Komm, Jesu“ BWV 229
  • Tripelkonzert, 2 Oboen, Fagott, Streicher und bc
  • Max Reger, Aus 8 geistliche Gesänge op. 138: Ostermotette „Lasset uns den Herrn preisen“
  • Johann Sebastian Bach, Brandenburgisches Konzert Nr. 3
  • Motette „Singet dem Herrn“ BWV 227

 

2016-06-15 19.40.08Dann hoffen wir darauf, dass es keine Verlängerung oder gar Elfmeterschießen gibt, denn am nächsten Vormittag sind wir noch einmal am Start:

Konzert 8, So 03.07.2016, 11.00 Uhr, Festsaal Altes Gymnasium: R. M. Rilke, Dichtung und Musik

  • Paul Hindemith, Six chansons
  • Vanessa Lann, moonshadow sunshadow, Violin Duo
  • Viktor Ullmann, Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

12 Stücke aus der Dichtung Rainer Maria Rilkes, Sprecher und Klavier

  • Morten Lauridsen, Les Chansons des Roses

 

 

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Aller guten Dinge sind drei!

2016-06-20 16.45.12Sie gehören zum Wunderbarsten, was man in einem Chor singen kann: die Motetten von Johann Sebastian Bach. “Singet dem Herren” sowie “Komm, Jesu, komm” gehören seit längerem zu unserem Repertoire – diesmal kommt neu hinzu BWV 228 “Fürchte dich nicht”.

Jede der Motetten ist anders gestaltet, jeder liegt eine andere Idee zugrunde. Ohne musikwissenschaftlichen oder theologisch-exegetischen Anspruch hier ein kurzer Gedanke dazu:

 

Der Verheißung Gottes aus Jesaja 41, 10 im ersten Teil folgt die mit den gleichen Worten eingeleitete aus Jesaja 43, 10. Zu ihr gesellt sich nun im Choral “Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden” die Stimme des Beters. Die ganze Motette also ein Zwiegespräch zwischen dem Geber alles Guten und dem dankbar verbundenen Menschen. Bach wäre nicht Bach, wenn er nicht etwas ganz besonderes mit diesem Gespräch anstellte: am Ende sprechen beide einander zu “Du bist mein!”

Jesaja 41, 10

Fürchte dich nicht, ich bin bei dir, weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

Jesaja 43, 10

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen.

Choral (Worte: Paul Gerhardt – Weise: Daniel Vetter, 1713)

Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden,

du bist mein, ich bin dein,

niemand kann uns scheiden.

 

Ich bin dein, weil du dein Leben

und dein Blut mir zugut

in den Tod gegeben.

 

Du bist mein, weil ich dich fasse

und dich nicht, o mein Licht,

aus dem Herzen lasse.

 

Lass mich, lass mich hingelangen,

da du mich und ich dich

lieblich wird umfangen

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Dirait-on…

2016-06-11 12.13.43Dirait-on…

Abandon entouré d’abandon,
tendresse touchant aux tendress…
C’est ton intérieur qui sans cesse
se caresse, dirait-on;

se caresse en soi-même,
par son propre reflet éclarité.
Ainsi tu inventes le thème
du Narcisse exaucé.

Hingabe von Hingabe umgeben in Kreisen,
Zartes rührt an Zärtlichkeiten…
Man sagt, es sei dein Innres, das
sich streichelt ohne Unterlass…

sich in sich selber streichelt, bis
es leuchtet im eigenen Widerschein.
Sinnend fällt dir das Thema ein
vom erhöhten Narziß.

Rainer Maria Rilke
dt. Übersetzung Yvonne Goetzfried

In der Vertonung von Morten Lauridsen zu hören im Konzert am Sonntag, 3. Juli 2016 um 11:00 Uhr im Alten Gymnasium Rottweil – Festival “Sommersprossen” https://www.rottweil.de/sommersprossen

2016-06-15 19.40.08

La rose complète

2016-06-15 19.40.08La rose complète

Jai une telle conscience de ton
être, rose complète,
que mon consentement te confond
avec mon coeur en fête.

Je te respire comme si tu étais,
rose, toute la vie,
et je me sens l’ami parfait
d’une telle amie.

Ich habe ein solches Bewusstsein von deinem
Wesen, vollständige Rose,
dass reine Zustimmung dich mit meinem
feiernden Herzen vermählt.

Ich atme dich, als wärest du,
Rose, das ganze Leben,
und fühle mich von dir erwählt:
Freund einer solchen Freundin.

Rainer Maria Rilke
Dt. Übersetzung Yvonne Goetzfried

Vertonung von Morten Lauridsen zu hören am Sonntag, 3. Juli 2016 um 11:00 Uhr in unserem Konzert des Festivals “Sommersprossen” im Alten Gymnasium Rottweil

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Y lala, kwai ta kei!*

vox animata auf China-Tournee | 27.8.-10.9.2015

„Eine Person, die behauptet, etwas sei nicht möglich, sollte die Person nicht stören, die es gerade tut.“ So lautet ein chinesisches Sprichwort. Wir jedenfalls hatten zuerst nicht so recht geglaubt, dass es möglich sei, mit dem ganzen Chor nach China auf Konzertreise zu gehen. Der Vorstand und Chorleiter Robert Göstl kämpften in der Vorbereitung mit den Finanzen, der Bürokratie, der Visabeantragung (für 35 Leute aus ganz Deutschland…) und den sprachlichen und kulturellen Unterschieden dieser Unternehmung. Aber dann war es doch wirklich so weit: Nach einigen regionalen Probentagen und vielen, vielen E-Mails standen wir am Frankfurter Flughafen. Nach elf Stunden Flug landeten wir gegen halb acht Morgens (Ortszeit) in Shanghai (19 Mio Einwohner). Die Fahrt durch die Vororte gab uns einen ersten Eindruck, wie hier in China die Städte so aussehen. Riesige Baustellen, auf denen ein Wohnturm nach dem anderen hochgezogen wird, mehrspurige Stadtautobahnen, die sich zu einem großen Teil wie endlose Brücken auf Betonstelzen durch die Stadtviertel ziehen, viele Autos und noch mehr Rad- und Rollerfahrer, die sich wenig um eine Straßenordnung kümmern. Und leider durften wir auch gleich Erfahrung mit dem Smog machen, der die Großstädte Chinas fest im Griff hat.

china-routeNachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es weiter zum ersten echt chinesischen Mittagessen – kein Vergleich zu deutschen Chinarestaurants! Wir bekamen extra nicht zu scharfes Essen, das aber trotzdem interessant und meist sehr lecker war. Viel gekochtes Gemüse und Fleisch, wesentlich weniger Reis als gedacht und oft kulinarische Überraschungen!

Danach begann unser China-Austausch so richtig: Wir trafen uns mit einem sehr disziplinierten TV-Kinderchor, der überraschend gut englisch sprach und gesanglich eine sehr gute Leistung brachte. Mit großen Augen und viel Applaus auf beiden Seiten war der erste Kontakt ein voller Erfolg. Vor allem das in ganz China bekannte „Mo li hua“, eine Hymne auf die duftende Yasminblüte, löste auf der ganzen Reise immer wieder Begeisterungsstürme und spontanes Mitsingen der Umstehenden aus!
Unsere Versuche, zwei chinesische Lieder möglichst korrekt auszusprechen, stellten uns vor eine große Herausforderung und sorgte auf beiden Seiten immer wieder für Lacher. Die chinesische Sprache ist, vor allem durch die sehr nasale, obertonreiche Aussprache und viele uns unbekannte Laute, eine echte Aufgabe!

Am nächsten Tag in Jiaxing (3,5 Mio Einwohner) war auch schon das erste Konzert angesetzt. Von zwei Bachmotetten über „Richte mich, Gott“ bis zu Whitacres „Lux Aurumque“ stand ein chorischer Streifzug durch die Epochen auf dem Programm, der bei den Konzertbesuchern gut ankam. Direkt danach ging es mit dem Bus weiter nach Hangzhou (8 Mio Einwohner). In Hangzhou, nach einem interessanten Tag in der Stadt, waren Probe und Konzert Nummer zwei angesagt. In der Pause durften wir einem chinesischen Kinderchor lauschen, der nach dem Konzert ganz begeistert viele, viele Fotos von und mit uns machen wollte. Generell waren wir Europäer meist eine große Attraktion. Da wir hauptsächlich Städte besuchten, in die nur selten ausländische Touristen kommen, waren vor allem die blonden Chormitglieder ein beliebtes Fotomotiv auf der Straße.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug ging’s dann für die nächsten Tage ins 650 km entfernte Fuzhou (6,5 Mio Einwohner). Reisfelder, Wälder, Hügel und verlassene Ortschaften säumten den Weg dorthin. Dort angekommen, durften wir die schöne Anlage des Xichan Tempels besuchen – das viele Grün und die Ruhe in den Buddha-Tempeln war eine angenehme Abwechslung zum regen Treiben auf den Straßen. Danach war Zeit für eine Stellprobe im „Fuzhou Grand Theatre“ für das Konzert am Abend, das mit langem Applaus belohnt wurde!

Leider erfuhren wir nach dem Konzert, dass der nächste Auftritt aufgrund der Feierlichkeiten für „70 Jahre Sieg über Japan“ abgesagt wurde. Der Aufenthalt in Zhaoqing (3,9 Mio Einwohner) wurde dadurch spontan recht entspannt und ließ uns Chormitgliedern die Gelegenheit, ein bisschen die Stadt zu erkunden. Ein nahegelegener See lud abends zum Verweilen ein und auch die vielen Läden mit abertausend Kleinigkeiten, Handyhüllen, Schuhen und Kleidung machten das abendliche Bummeln durch die Straßen zu einem Erlebnis! Auch hier waren wir ein sehr beliebtes Fotoobjekt, vor allem bei den jüngeren Chinesen. Außerdem verfolgten wir die bombastische Militärparade im Fernsehen, dessen Anblick für uns Deutsche doch sehr gewöhnungsbedürftig war.

Die Reise war insgesamt geprägt von frühem Aufstehen und langen Bus- und Bahnfahrten – doch die Abreise um 5:00 in der Früh war dann doch für alle eine Überwindung. Im Schnellzugbahnhof werden die Passagiere wie am Flughafen durchgecheckt und auch Dinge wie große Deos und Haarspraydosen waren diesmal im Koffer nicht erlaubt – was bei der zweiwöchigen Tour durchs Land Einigen zum Verhängnis wurde…

In Wuhan (4,2 Mio. Einwohner) durften wir in einer wirklich wunderschönen Konzerthalle singen. Die Akustik war sehr gut und das Ambiente mit goldenem Wandschmuck, großen Deckenlüstern und roten Samtsitzen mutete sehr edel und europäisch an. Auch von außen war das Gebäude architektonisch interessant, im Gegensatz zum Saal allerdings sehr modern gestaltet. Das Konzert war gut besucht und auch hier waren die Chinesen sehr von der europäischen Chormusik angetan!

Spät am Abend war noch die Probe für einen Flashmob in einem Kaufhaus angesagt, das einen runden Geburtstag feierte. Mit einem eigens arrangierten „Happy Birthday“, dem romantischen Lied „Schön-Rothraut“ und dem berühmten „Mo li hua“ auf den Lippen wurden wir am nächsten Tag dann in der Shopping Mall von einigen Kameras und unheimlich vielen Besuchern verfolgt, die ganz begeistert Selfies schossen und Videos mit ihren Smartphones machten. Noch lange standen wir umringt von lachenden Chinesen zwischen Parfum- und Taschenregalen und waren vom Andrang positiv überrascht!

So langsam neigte sich unsere Reise dem Ende zu, doch noch standen eine Begegnung mit einem Kinderchor und zwei mehrtägige Workshops in der Stadt Chengdu (10 Mio. Einwohner) an, die vor allem für Chorleiter von Kinderchören konzipiert waren. Die Kinder der Grundschule waren sehr aufmerksam und führten perfekt einstudierte Lieder mit Playback-Musik und Choreografie auf. Der nasale, durchdringende und hohe Gesang der Kinder war für unsere Ohren oft ungewohnt, aber auch interessant. Wir durften viele traditionelle chinesische Lieder hören und freuten uns über das große Interesse an der europäischen und vor allem deutschsprachigen Musik. Es war rührend wie die Kinder bis zum Ende begeistert dabei waren und ein gutes musikalisches Verständnis zeigten. Am Ende der Begegnung stand dann für alle der Höhepunkt an, denn die Lehrer wollten mit uns „Stille Nacht“ singen – Anfang September doch sehr ungewöhnlich… Um die sprachliche Barriere zu lösen, wurde kurzerhand auf den Text verzichtet und nur die Melodie gesungen, während die Altistinnen und Männerstimmen die Begleitung dazu sangen – sicher einer der bewegendsten Momente unserer Konzertreise!
Beschenkt mit edlen Lesezeichen mit Panda- und Maskenmotiven klang der Abend im Hotel aus.

In den Workshops mit über 100 Teilnehmern in der Musikhochschule durften wir als Studiochor wirken und demonstrieren wie Herr Göstl mit Chören probt und was bei europäischer Musik verschiedener Epochen die stilistischen Unterschiede ausmacht. Einsingübungen und die Definition des „richtigen“ Singens waren den Teilnehmern besonders wichtig. Alle Besucher waren sehr bemüht, nahmen große Teile des Workshops als Video auf und machten sich Notizen. Als wir uns unter die Teilnehmer mischten, um ihnen die ersten Zeilen des Volklieds “Es waren zwei Königskinder” von Max Reger auf deutsch beizubringen, wurde teilweise gebeten den Text in das Handy einzusprechen. Da fast keiner der anwesenden Chinesen Englisch sprach, waren zwei Dolmetscher der Musikhochschule redlich bemüht, sowohl die Erklärungen Herrn Göstls als auch die vielen Fragen der Besucher in die jeweilige Sprache zu übersetzen – eine Herausforderung!

Der letzte Tag im Land der Mitte führte uns bei Regenwetter noch in den Panda-Zoo, in dem wir ein paar ausgewachsene Exemplare, recht hungrige Halbstarke und sehr niedliche neugeborene Pandas bestaunen durften.

Der Rückflug nach Deutschland war dann noch durch nervenaufreibende Verspätungen, Umbuchungen und Fehlinformationen recht spannend! Dennoch landeten wir unversehrt, müde, aber voller neuer Eindrücke am Tag darauf in Frankfurt, wo sich unsere Wege in die verschiedensten Regionen Deutschlands trennten – allerdings sind die Distanzen im Gegensatz zu China eigentlich nicht der Rede wert, denn insgesamt legten wir (mit Flug) etwa 29.000 km Wegstrecke zurück!
Vielen Dank an Cher, die uns die gesamte Reise dolmetschend begleitete und immer für unsere Sorgen und Wünsche ein offenes Ohr hatte! Auch ein Dankeschön an Dahai, der wesentlich zur Organisation im Vorfeld und vor Ort beigetragen hat – es hat reibungslos funktioniert.
Die Reise war auf jeden Fall für jeden von uns ein spannendes Erlebnis!

*Bedeutet so viel wie: “Öffne schnell das Fenster” und war eine sehr einprägsame Stelle des chinesischen Volkslieds “半个月亮爬上来 – Der halbe Mond”

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Auftaktkonzerte in Köln und Troisdorf

Nach den erfolgreichen Aufnahmen zu ihrer Debut CD „Der Tod ist mir Schlaf worden“ im Februar, traf sich vox animata nun zu ihrer ersten Konzertreise im Raum Köln. Dabei stand noch vor offiziellem Probenbeginn ein Besuch in der evangelischen Grundschule Troisdorf an, womit der Chor seinem Anspruch der Kombination von professionellem Singen und Education Arbeit gerecht wurde. Dass sich dieser Ansatz lohnt konnte man in den begeisterten Gesichtern der Kinder erkennen. Gemeinsames Musizieren, im Besonderen der mehrstimmige Gesang, schien die Klasse derart zu beeindrucken. So kam gegen Ende nur noch eine Frage aus der Musikklasse: wann der Chor denn wieder kommen würde.

Nach der ersten Probe kam es zu einer weiteren Begegnung mit Mitgliedern der Troisdorfer Kantorei, welche sich bereit erklärt hatten unsere Sängerinnen und Sänger privat unterzubringen. Auf diesem Wege sei den Gasteltern noch einmal ein großes Dankeschön ausgesprochen! Der musikalische Kontakt sollte sich am darauffolgenden Tag intensivieren, wurde doch für das gemeinsame Konzert am Sonntag geprobt.

Samstagabend war es dann soweit: eine große Schaar Neugieriger füllte die St. Andreas Kirche nahe des Kölner Doms und hörten den ersten offiziellen Auftritt des neu formierten Gesangsensembles. Das Programm umfasste neben Brahms, Bruckner und Verdi auch ein zeitgenössisches Marienlob, in Noten gesetzt durch den ehemaligen Domorganisten des Regensburger Domes Eberhard Kraus. Ein unvergessliches Erlebnis reihte sich dem Konzert an. So wurde eine exklusive nächtliche Besichtigung des Kölner Domes durch Joachim Weller möglich. Auch dafür ein großes Dankeschön!

Der Sonntag wurde durch das gemeinsame Konzert mit der Troisdorfer Kantorei, Kinderkantorei und des Experimentalchores „Alte Stimmen“ beschlossen.

Vielen Dank an die Fotografen Jan Peter Gesterkamp, Jan Martin Chrost u.a.

Mai-Konzert

Mai-Konzert zum (Ge)Denken und Lauschen

Sie sind herzlich eingeladen!

Kirche St. Andreas in Köln | 20:15 Uhr | Eintritt frei
Nutzen Sie die einmalige Chance schon vor offiziellem Verkaufsstart unsere brandneue CD “Der Tod ist mir Schlaf worden” direkt nach dem Konzert Ihr Eigen nennen zu können.

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Einen Tag nach dem 8. Mai kann man in Deutschland (zumal im geistlichen Kontext) kaum Musik machen, ohne an das Ende des 2. Weltkriegs vor genau 70 Jahren zu erinnern. Die wohl niemals ganz fassbaren und begreifbaren Schrecken liegen nun ein biblisches Menschenleben zurück und immer weniger Zeitzeugen können uns aus eigenem Erleben schildern, was damals geschah und dann zu Ende ging. Ein immer wieder höchst plastisches Zeitzeugnis ist die Trauermotette von Rudolf Mauersberger, die in diesem Sinne unser Programm eröffnet. Ergänzt wird sie von der schlichten Brahms’schen Vertonung „In stiller Nacht“. Im Gedicht des vom Erzbistum Köln als heiligmäßige Person geführten Friedrich Spee verstummt selbst die Natur in Trauer – welch Bild für das, was 1945 Millionen in Europa gefühlt haben mögen.  Arvo Pärt beschließt den ersten Programmteil mit dem Orgelwerk Pari Intervallo, das ebenfalls ein Totengedenken zum Inhalt hat – an den 85. Geburtstag des Komponisten sei mit einem Gruß nach Berlin erinnert.

Nicht zuletzt der christliche Glaube bietet Halt und Hoffnung, auch Deutung von Leid und Kreuz als Weg zum Heil. Brahms gibt in seiner großen Motette durch die Textzusammenstellung selbst eine sehr eigene Antwort auf die Frage, warum das Licht dem Mühseligen gegeben sei und der tief romantische Gedanke „Der Tod ist mir Schlaf worden“ steht am Ende des Schlusschorals. Mendelssohn wiederum bittet mit dem Psalmisten Gott um Beistand vor den bösen und falschen Leuten, um Licht und Wahrheit für die unruhige, betrübte Seele.

Doch wendet sich das Programm dieses Konzertes im Monat Mai  und in der wunderschönen katholischen Kirche St. Andreas auch bewusst der Gottesmutter zu, die zu allen Zeiten, besonders aber in Zeiten der Not um Fürsprache bei ihrem Sohn angefleht wurde. Zweimal wird sie gegrüßt im „Ave Maria“ – von Verdi übrigens als Lösung einer Aufgabe aus einer Musikzeitschrift vertont, indem er die „scala enigmatica“ über diesen Text farben- und nuancenreich harmonisiert.

Eine bewegende Reise durch Zeiten und Themen, die die Menschheit prägen.

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“Elite singt sich in Waldetzenberg ein”

Einige der besten Sänger Deutschlands trafen sich in der Markuskirche. Als „vox animata“ nahmen sie gemeinsam eine CD auf. Die CD-Aufnahme in der Waldetzenberger Markuskirche war das erste Projekt des neu gegründeten Chors „vox animata“.

Von Paul Göstl, Mittelbayerische Zeitung, 23. Februar 2015

Waldetzenberg. „Und alles nochmal auf Anfang.“ Diesen Satz konnte man sehr oft hören, als sich einige der besten Chorsänger Deutschlands in der Waldetzenberger Markuskirche trafen. Doch warum trifft sich die Elite der Chorszene überhaupt im kleinen Laaberer Ortsteil? „Die phänomenale Akustik und die örtlichen Gegebenheiten passten für unsere CD – Aufnahmen einfach perfekt“, sagt Robert Göstl, Chorleiter des neu gegründeten Kammerchors „vox animata“.

Dieser Kammerchor ist ein Ensemble, zusammengestellt aus den besten jungen Sängern Deutschlands. Dazu kommt, dass der Chorleiter und auch eine Sängerin, Jenny Huber, aus dem Raum Waldetzenberg stammen. „Auf jeden Fall hat sich dadurch meine Vorfreude auf das Projekt zusätzlich gesteigert – in der Waldetzenberger Kirche zu singen, ist jedes Mal wieder ein Erlebnis“, sagt auch sie, „Von einem Heimvorteil in diesem Sinne würde ich allerdings nicht sprechen, da sich alle auf Anhieb wohl gefühlt haben und man von der Akustik der Kirche sofort getragen wird, auch wenn man zum ersten Mal dort singt.“

Sänger schleppten Baumstämme

Doch woher kommt dieser feine Klang, von der die Sänger berichten? Dass die Kirche so gut klingt, liegt wohl vor allem an ihrer Architektur, darin sind sich die Sängerin und der Chorleiter einig. Entscheidend ist die absolut symmetrische, sechseckige Form – es gibt keine unangenehmen Schallüberlagerungen. Sie ist sehr hoch, was den Klang vergrößert, aber sie ist nicht sehr groß und füllt sich deshalb ohne Kraftaufwand mit Klang – der Nachhall ist weder zu kurz oder trocken noch zu lang. Daran, dass später einmal an diesem Ort einer der besten Kammerchöre Deutschlands eine CD aufnimmt, dachte vermutlich noch keiner, als 1991 der Grundstein für das Bauwerk gelegt wurde. Doch die moderne Bauform und das zeltförmige Dach machen die Kirche zu einem perfekten Ort, um die Musik in ihrem kompletten Klangspektrum erstrahlen zu lassen. Und deshalb kann man seit der Weihe im Jahre 1992 in der Markuskirche nicht nur Gottesdienste feiern, sondern auch Konzerte und jetzt sogar erstmalig hochklassige Musikaufnahmen stattfinden lassen. Aber es gab auch kleine Probleme, denen sich der Chor stellen musste: Akustische Störungen von außen sind meist das größte Problem.

„Neben den vorbeifahrenden Autos waren Besonderheiten diesmal eine kräftige Dachlawine am Sonntag und am Samstag ein 32-Tonner Lkw mit Meterholzprügeln, der entladen wurde“, erzählt Robert Göstl. Doch auch dafür fand man dann sofort eine Lösung. Der männliche Teil des Chors wurde zum Baumstammschleppen abbeordert, und so konnte man bereits nach einer Viertelstunde wieder zum Alltag zurückkehren. „Wir hoffen jetzt nur, dass nicht bei jeder CD-Aufnahme irgendjemand in der Umgebung Holz bestellt, um in den Genuss dieser kostenlosen Hilfe zu kommen.“

Der Risikofaktor beim ersten Projekt

Es war wohl auch dieser Disziplin zu verdanken, dass der Zeitplan eingehalten wurde. Der Chorleiter ist mit der Leistung seines Chors mehr als zufrieden: „Die Aufnahmen sind ideal gelaufen und das Rohmaterial ist phantastisch. Nun hoffen wir auf die Kunst des Tonmeisters, der daraus die fertige CD erstellt.“ Man spürte deutlich, dass allen Beteiligten ein Stein vom Herzen fiel, als am 15. Februar die dreitägige Aufnahmephase beendet war. Denn die Aufnahme war das erste Projekt des neuen Chors. „Was bei dem Projekt ein Risikofaktor war, uns letztlich aber anscheinend kaum Probleme bereitet hat, war, dass das Ensemble in dieser Besetzung vor der Aufnahme noch nie zusammen gesungen hatte. Dank der großen Erfahrung, die viele der anderen Mitglieder mitbringen, hat sich der Chor sehr schnell und flexibel aufeinander eingehört. Das macht mir persönlich sehr viel Vorfreude auf die kommenden Projekte von „vox animata“, sagte die Sängerin.

 

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