Mai-Konzert zum (Ge)Denken und Lauschen

Sie sind herzlich eingeladen!

Kirche St. Andreas in Köln | 20:15 Uhr | Eintritt frei
Nutzen Sie die einmalige Chance schon vor offiziellem Verkaufsstart unsere brandneue CD „Der Tod ist mir Schlaf worden“ direkt nach dem Konzert Ihr Eigen nennen zu können.

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Einen Tag nach dem 8. Mai kann man in Deutschland (zumal im geistlichen Kontext) kaum Musik machen, ohne an das Ende des 2. Weltkriegs vor genau 70 Jahren zu erinnern. Die wohl niemals ganz fassbaren und begreifbaren Schrecken liegen nun ein biblisches Menschenleben zurück und immer weniger Zeitzeugen können uns aus eigenem Erleben schildern, was damals geschah und dann zu Ende ging. Ein immer wieder höchst plastisches Zeitzeugnis ist die Trauermotette von Rudolf Mauersberger, die in diesem Sinne unser Programm eröffnet. Ergänzt wird sie von der schlichten Brahms’schen Vertonung „In stiller Nacht“. Im Gedicht des vom Erzbistum Köln als heiligmäßige Person geführten Friedrich Spee verstummt selbst die Natur in Trauer – welch Bild für das, was 1945 Millionen in Europa gefühlt haben mögen.  Arvo Pärt beschließt den ersten Programmteil mit dem Orgelwerk Pari Intervallo, das ebenfalls ein Totengedenken zum Inhalt hat – an den 85. Geburtstag des Komponisten sei mit einem Gruß nach Berlin erinnert.

Nicht zuletzt der christliche Glaube bietet Halt und Hoffnung, auch Deutung von Leid und Kreuz als Weg zum Heil. Brahms gibt in seiner großen Motette durch die Textzusammenstellung selbst eine sehr eigene Antwort auf die Frage, warum das Licht dem Mühseligen gegeben sei und der tief romantische Gedanke „Der Tod ist mir Schlaf worden“ steht am Ende des Schlusschorals. Mendelssohn wiederum bittet mit dem Psalmisten Gott um Beistand vor den bösen und falschen Leuten, um Licht und Wahrheit für die unruhige, betrübte Seele.

Doch wendet sich das Programm dieses Konzertes im Monat Mai  und in der wunderschönen katholischen Kirche St. Andreas auch bewusst der Gottesmutter zu, die zu allen Zeiten, besonders aber in Zeiten der Not um Fürsprache bei ihrem Sohn angefleht wurde. Zweimal wird sie gegrüßt im „Ave Maria“ – von Verdi übrigens als Lösung einer Aufgabe aus einer Musikzeitschrift vertont, indem er die „scala enigmatica“ über diesen Text farben- und nuancenreich harmonisiert.

Eine bewegende Reise durch Zeiten und Themen, die die Menschheit prägen.

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