Wunder Weihnacht

Wunder Weihnacht – Konzert

Am Samstag 6. Januar 2018 beschließen wir mit diesem Konzert um 15:00 Uhr in der Kirche St. Markus in Waldetzenberg nicht nur die Weihnachtszeit, sondern auch unsere CD-Aufnahme 2018. Wunderbare Werke von Hugo Distler, Max Reger, Tomas Ludovico da Vittoria, Francis Poulenc, Morten Lauridsen und Eric Withacre entführen ein letztes Mal in die Stimmung des „Wunder Weihnacht“.

Herzliche Einladung!

Eintritt frei, großzügige Spenden zur Deckung der Unkosten und der Produktionskosten herzlich erbeten!

vox animata 2017 beim Abschlusskonzert der "Sommersprossen" in Rottweil

„Im Anfang“ ist zu Ende

Was besetzungstechnisch durch einige Erkrankungen höchst nervenaufreibend begann, entwickelte sich zu einem wunderbaren und höchst erfolgreichen Projekt: Bachs Chaconne in einer Fassung mit Choralzitaten und Günther Bialas‘ „Im Anfang“. Der unten und über den Link nachzulesenden Rezension des Schwarzwälder Boten sind hinzuzufügen:

  • Die Namen unserer drei hervorragenden Sopran-Solistinnen: Marina Szudra – Monika Tschuschke – Beatrice Greisinger. Herzlichen Dank und größtes Kompliment!
  • Die Namen unserer Instrumentalsolisten in Heidenheim an der Brenz: Jeanne Vogt (Violine) und Jan Martin Chrost (Orgel). Letzterer war auch ein liebevoll sorgender und perfekt organisierter Gastgeber, beide boten Musik vom Feinsten!
  • Der Dank für die Einladung nach Rottweil zum Jubiläumsjahrgang der „Sommersprossen – Ingo Goritzki leistet dort seit 50 Jahren Phantastisches und hat uns zugetraut, diesem Jahrgang die Krone aufzusetzen – wir ziehen den Hut und danken von Herzen!
  • Die perfekte Organisation und so ungemein liebevolle Betreuung in Rottweil durch Jutta Schwab! Liebe Jutta, es ist gut, ein Chorprojekt professionell betreut zu wissen – noch besser ist es, zu wissen, dass da eine Freundin ist, die hilft und ermöglicht, wo und wie immer sie kann!

Nun aber hat der Schwarzwälder Bote das Wort und wir spinnen neue Gedanken und Projekte!

Foto: Schwarzwälder Bote

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-grosse-werke-kroenen-den-abschluss.3ce0fb7d-c476-4823-8cc9-41e2c0a19184.html

Schwarzwälder Bote – 17.7.2017

Große Werke krönten den Abschluss des Jubiläums zum 50-jährigen Bestehen des Klassikfestivals Sommersprossen: Johann Sebastian Bachs berühmte Chaconne aus der Partita d-Moll und das Oratorium „Im Anfang“, die Schöpfungsgeschichte von Günter Bialas in der Übertragung durch Martin Buber.

Rottweil (hf). Die Chaconne von Bach wurde in einer Bearbeitung für Violine solo und Chorstimmen aufgeführt. Das verdeutlicht den Entstehungshintergrund, den die Musikwissenschaftlerin Helga Thoene nachgewiesen hat. In der Chaconne hatte Bach Choralzitate um Tod und Auferstehung verborgen, in denen er seinen Schmerz um den plötzlichen, frühen Tod seiner Frau verarbeitet hat. Die Chaconne als fünften Satz an seine zweite Partita angehängt gelte als „die Krönung einer Partita in Form einer Chaconne“, wie der Solist Kolja Lessing einführte.

Zu Beginn sang der Kammerchor „vox animata“ unter der Leitung von Robert Göstl die in der Chaconne enthaltenen Choralsätze. In zurückgenommenem Duktus trugen die Chorsänger die sich um Tod und Erlösung kreisenden Choräle vor, ehe die Chaconne in der bearbeiteten Fassung mit Kolja Lessing (Violine solo) mit Rebecca Schmitt (Sopran), Jonathan Wahl (Altus), Simon Fendler (Tenor) und Wolfgang Staudinger (Bariton) zur Aufführung kam. Der volle Klang von Lessings Violine füllte den Kirchenraum aus. Die zitierenden Solostimmen folgten ihr zurückhaltend, den Verlust beklagend. In Crescendi umsang die Sopranstimme äußerst zart die sich in jubilierende Höhen spielende Geige. Die hochempfindliche Intonation zwischen Rezitierenden und Violine konnte nach dem Taktvorhalt der Geige ausgeglichen werden.

Zwischen den Choralzitaten brachte Kolja Lessing den unerschöpflichen Reichtum dieser von Bach geschaffenen Chaconne zum Ausdruck: Sein Spiel in singende Höhen, mit raschesten Läufen und weichen Arpeggio-Griffen erschien wie eine tiefe menschliche Wendung nach Innen. Lessing vermochte diesen „unglaublichen Kosmos“ – wie er eingangs Brahms zitierte – berührender und kunstvoller zum Klingen bringen.

 

Verkündigung der Orgel

Zu einem geschlossenen, intonationssicheren Klangkörper wuchs der Gesamtchor in dem großen Werk „Im Anfang“ für sechstimmigen gemischten Chor, drei Echostimmen und Orgelmeditationen auf. Günter Bialas hatte die Schöpfungsgeschichte 1961 geschaffen und darin die „Neuigkeit und Kraft der Sprache“ von Martin Bubers Übersetzung in den Vordergrund gestellt. Neben dem Chor unterstrichen sieben Orgelmeditationen (Sebastian Küchler-Blessing) die „Verkündigung“ der Schöpfungstage. An den Geschehnissen der einzelnen Schöpfungstage orientiert interpretierte der Chor in feingezogen langen Linien den Beginn des Schöpfungswerks. In höchster Stimmlage – noch übertönt in großer Klarheit vom ersten Sopran der drei Echostimmen – wurde die Entstehung des Lichtes am ersten Tag vorgetragen. Die sensiblen disharmonischen Stimmdiskrepanzen wurden von allen Sängern in klarsten Harmonieeinheiten aufgelöst. In den jeweils vor den sieben Tagen eingefügten Orgelmeditationen reflektierte Sebastian Küchler-Blessing die Schöpfungstaten mit hoher Präsenz und vielfältiger Registrierung der Orgel. Endete der erste Tag mit dumpfen Bässen und hell stakkati aufblitzenden Obertönen noch in einem langgezogenen Einzelton, wurden die folgenden Tage immer klangvoller zur Versinnbildlichung der Schöpfungsvielfalt.

Bialas verwendet in seinem Werk eine ausgesprochen hohe, monophone Tonlage. Das war seiner Absicht geschuldet, das Wort, die Sprache Bubers zu realisieren. Diesem Ansinnen entsprach der Chor: In großer Konzentration und Stimmensicherheit entwarf er unter der einfühlenden Leitung von Robert Göstl die sieben Schöpfungstage wie ein dichtestes Klangkonvolut in den Raum der Predigerkirche.

Ein tief beeindruckender „Anfang“ ließ so – symbolisch verstanden – das Schöpfungswerk zum Jubiläum des Klassikfestivals Sommersprossen ganz im Sinne seines Indendanten Ingo Goritzki zu einem neuen „Aufbruch“ wachsen.

 

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„AUFBRUCH“ mit B. und B.

Wunderbare Tage und wunderbare Konzerte waren das im Juli 2016 in Rottweil! Und die Resonanz auf unsere zwei sehr unterschiedlichen Programme mit Bach und Reger im Kirchenraum sowie Chormusik um Rilke (Hindemith, Lauridsen) im kammermusikalischen Rahmen war hervorragend. Eine zweite Einladung zum Festival „SOMMERSPROSSEN“ folgte sofort und so sind wir 2017 wieder in dieser wunderschönen Stadt zu Gast.

Diesmal ein Konzert. Ein sehr besonderes mit sehr besonderen Werken.

Von Johann Sebastian Bach erklingt die berühmte Chaconne aus der d-moll-Partita – allerdings ergänzt um die von Helga Thoene in diesem Werk ausfindig gemachten Choralzitate. Eine absolut faszinierende Adaption, die wir mit dem großartigen Kolja Lessing musizieren dürfen!

Und dann Günter Bialas mit der Schöpfungsgeschichte nach Martin Buber: „Im Anfang“. Als Partner steht uns hier Sebastian Küchler-Blessing zur Seite, der die sieben Meditationen zwischen den Chorwerken an der Orgel der Predigerkirche interpretieren wird.

Sonntag, 16.7.2017, 19:00 Uhr – Predigerkirche Rottweil

Vorbereiten werden wir all das in Heidenheim, wo in St. Maria am Sonntag dem 9.7.2017 um 16:00 Uhr weite Teile des Programmes zu hören sein werden.

Herzliche Einladung zu beiden Konzerten!

china-(408)

Endlich frei: eine wunderschöne Erinnerung an unsere China-Tour!

Die Komponistin hat sich Zeit gelassen – nun aber haben wir als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk ihre Freigabe für eines der wunderschönen Videos aus der Werkstatt von Anna Wende bekommen. Gerade dieses Stück weckt süße Jasmin-Erinnerungen an das Land des Lächelns und – wie im Video zu sehen – an unsere schönen Education-Begegnungen im Reich der Mitte und hierzulande.

Hier der Link – mit Empfehlung auch unserer anderen Youtube-Videos:

https://youtu.be/eNi2vq5TV2g

vox Konzert

Martin Luther 2017 – sein Marienlob 2016

Das Konzert am 16.10.2016 in Niedermünster Regensburg war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Ein Schwerpunkt waren die in Zwölftontechnik komponierten Werke von Eberhard Kraus, über Jahrzehnte Domorganist in Regensburg. In sehr persönlichen Worten sowohl im Programmheft als auch im Konzert betonte Robert Göstl, wie viel er seinem ehemaligen Lehrer verdankt und wie sehr im deshalb diese späten (Ur-)Aufführungen des 2003 verstorbenen Komponisten bedeuten.

Da 2017 Martin Luther und die Reformation im Mittelpunkt stehen werden, ist der wunderbare Luther-Text „Marienlob“ ein schöner Impuls zu diesem Wochenende: es endet das alte Kirchenjahr, das nächste beginnt und somit auch das Jubiläumsjahr der Reformation. Wir singen dazu unter diesem Link – das Video künstlerisch wunderbar gestaltet von Anna Wende – die Vertonung von Eberhard Kraus:

vox animata konzert

Nächstes Konzert: In memoriam Max Reger und Eberhard Kraus

Zwei große Oberpfälzer gilt es zu ehren. Am Sonntag, 16. Oktober 2016 um 16:00 Uhr werden in Regensburg in der Niedermünsterkirche auf Einladung des Collegium musicum Regensburg geistliche Chorwerke dieser beiden Komponisten zu Gehör bringen – drei davon sogar als Uraufführungen.

Max Reger ist mit der jugendlich-überschwänglichen Ostermotette „Lasset uns den Herren preisen“ sowie mit den „Acht geistlichen Gesängen“ op. 138 vertreten. Wir freuen uns darauf, diese nach dem großen Erfolg beim Festival in Rottweil noch einmal präsentieren zu können.

Zu Eberhard Kraus hat unser Chorleiter Robert Göstl eine sehr starke Beziehung. Kraus war sein Orgellehrer und Mentor während seiner Regensburger Studienjahre und hat ihn besonders auch für neue Musik begeistert.  „Martin Luthers Marienlob“ haben wir bereits 2015 in Köln gesungen, dazu kommen jetzt die (gehör)technisch höchst anspruchsvollen „Vier Marianischen Antiphonen“, von denen wir drei zur Uraufführung bringen dürfen.

Herzliche Einladung nach Regensburg!

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Samstag 2. Juli 2016: Deutschland im Viertelfinale – wir in Rottweil!

Glück muss der Mensch haben (und vorausschauende Partner als Veranstalter)!2016-06-27 09.54.03-2

Die deutsche Nationalmannschaft spielt am kommenden Samstag um 21:00 Uhr in Toulouse gegen Italien oder Spanien. Wir haben davor um 18:00 Uhr eines der Highlights unserer diesjährigen Vorhaben im Kalender stehen: unser erstes Konzert im Rahmen des Sommersprossen-Festivals in Rottweil. Hier das genaue Programm:

 

 

Konzert 7, Sa 02.07.2016, 18.00 Uhr, Predigerkirche2016-06-20 16.45.12

  • Johann Sebastian Bach,  Motette „Fürchte dich nicht“ BWV 228
  • Motette „Komm, Jesu“ BWV 229
  • Tripelkonzert, 2 Oboen, Fagott, Streicher und bc
  • Max Reger, Aus 8 geistliche Gesänge op. 138: Ostermotette „Lasset uns den Herrn preisen“
  • Johann Sebastian Bach, Brandenburgisches Konzert Nr. 3
  • Motette „Singet dem Herrn“ BWV 227

 

2016-06-15 19.40.08Dann hoffen wir darauf, dass es keine Verlängerung oder gar Elfmeterschießen gibt, denn am nächsten Vormittag sind wir noch einmal am Start:

Konzert 8, So 03.07.2016, 11.00 Uhr, Festsaal Altes Gymnasium: R. M. Rilke, Dichtung und Musik

  • Paul Hindemith, Six chansons
  • Vanessa Lann, moonshadow sunshadow, Violin Duo
  • Viktor Ullmann, Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

12 Stücke aus der Dichtung Rainer Maria Rilkes, Sprecher und Klavier

  • Morten Lauridsen, Les Chansons des Roses

 

 

2016-06-20 16.45.12

Aller guten Dinge sind drei!

2016-06-20 16.45.12Sie gehören zum Wunderbarsten, was man in einem Chor singen kann: die Motetten von Johann Sebastian Bach. „Singet dem Herren“ sowie „Komm, Jesu, komm“ gehören seit längerem zu unserem Repertoire – diesmal kommt neu hinzu BWV 228 „Fürchte dich nicht“.

Jede der Motetten ist anders gestaltet, jeder liegt eine andere Idee zugrunde. Ohne musikwissenschaftlichen oder theologisch-exegetischen Anspruch hier ein kurzer Gedanke dazu:

 

Der Verheißung Gottes aus Jesaja 41, 10 im ersten Teil folgt die mit den gleichen Worten eingeleitete aus Jesaja 43, 10. Zu ihr gesellt sich nun im Choral „Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden“ die Stimme des Beters. Die ganze Motette also ein Zwiegespräch zwischen dem Geber alles Guten und dem dankbar verbundenen Menschen. Bach wäre nicht Bach, wenn er nicht etwas ganz besonderes mit diesem Gespräch anstellte: am Ende sprechen beide einander zu „Du bist mein!“

Jesaja 41, 10

Fürchte dich nicht, ich bin bei dir, weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

Jesaja 43, 10

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen.

Choral (Worte: Paul Gerhardt – Weise: Daniel Vetter, 1713)

Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden,

du bist mein, ich bin dein,

niemand kann uns scheiden.

 

Ich bin dein, weil du dein Leben

und dein Blut mir zugut

in den Tod gegeben.

 

Du bist mein, weil ich dich fasse

und dich nicht, o mein Licht,

aus dem Herzen lasse.

 

Lass mich, lass mich hingelangen,

da du mich und ich dich

lieblich wird umfangen

2016-06-11 12.13.43

Dirait-on…

2016-06-11 12.13.43Dirait-on…

Abandon entouré d’abandon,
tendresse touchant aux tendress…
C’est ton intérieur qui sans cesse
se caresse, dirait-on;

se caresse en soi-même,
par son propre reflet éclarité.
Ainsi tu inventes le thème
du Narcisse exaucé.

Hingabe von Hingabe umgeben in Kreisen,
Zartes rührt an Zärtlichkeiten…
Man sagt, es sei dein Innres, das
sich streichelt ohne Unterlass…

sich in sich selber streichelt, bis
es leuchtet im eigenen Widerschein.
Sinnend fällt dir das Thema ein
vom erhöhten Narziß.

Rainer Maria Rilke
dt. Übersetzung Yvonne Goetzfried

In der Vertonung von Morten Lauridsen zu hören im Konzert am Sonntag, 3. Juli 2016 um 11:00 Uhr im Alten Gymnasium Rottweil – Festival „Sommersprossen“ https://www.rottweil.de/sommersprossen

2016-06-15 19.40.08

La rose complète

2016-06-15 19.40.08La rose complète

Jai une telle conscience de ton
être, rose complète,
que mon consentement te confond
avec mon coeur en fête.

Je te respire comme si tu étais,
rose, toute la vie,
et je me sens l’ami parfait
d’une telle amie.

Ich habe ein solches Bewusstsein von deinem
Wesen, vollständige Rose,
dass reine Zustimmung dich mit meinem
feiernden Herzen vermählt.

Ich atme dich, als wärest du,
Rose, das ganze Leben,
und fühle mich von dir erwählt:
Freund einer solchen Freundin.

Rainer Maria Rilke
Dt. Übersetzung Yvonne Goetzfried

Vertonung von Morten Lauridsen zu hören am Sonntag, 3. Juli 2016 um 11:00 Uhr in unserem Konzert des Festivals „Sommersprossen“ im Alten Gymnasium Rottweil